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Die Argeaden und das Emblem der strahlenförmigen Sonne

a) Viele dorische Königshäuser haben Sonnengottheiten als ihre Schutzpatronen. Auch Greifen, die im Zusammenhang mit Apollo stehen sind häufig in königlichen Grabdekorationen zu finden

b) Im Grab von Philip II war auf der Larnax des Königs die sechzehnstrahlige Sonne, während auf der Larnax der königlichen Dame die zwölfstrahlige Sonne abgebildet war - was die königliche Hierarchie zeigt. Es gab auch viele goldene Scheiben mit achtstrahligen Sonnen und ausserdem drei Schilde mit eingetriebenen Bildern von Löwen und der Verginasonne. Der ehemalige Minister Nicolas Martes, der für seine Forschungen über den griechischen Charakter Makedoniens wohl bekannt ist, bringt die Verginasonne in Verbindung zu Herodots Bericht über Perdikkas.

c) Herodots Bericht, zusammen mit der Rangfolge der Strahlenzahl von b) (16 auf der Larnax des Königs, zwölf auf der der Königin, acht auf den Scheiben), verrät uns Folgendes: nur dass die sechzehnstrahlige Sonne das Grab des Königs zierte alleine macht sie zum Symbol der antiken Makedonen.

d) Eine Variante des Sonnenemblems ist jedoch auch von dem Königshaus von Attika, den Medontiden bekannt.

e) Auch außerhalb Attikas gab es Metondiden und bei der turbulenten Geschichte von Mittelgriechenland (wie sie Pausanias und Hellanikos erwähnen) kam der Stern mit ihnen sowohl in den Norden wie in den Süden.

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Kallimachos

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Übersetzung

KallimachosPerdikkas

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Die Argeaden waren die Dynastie, die Makedonien ab dem achten Jhd. v.Chr. bis zum Jahr 306 v.Chr. kontrollierte.

Aeropos, Gavanis und Perdikkas waren drei Brüder, alles Nachfahren von Heraklid Timeneos. Herodot berichtet, dass sie in der Stadt Levaia im oberen Makedonien im Dienst eines Königs standen. Der König war sehr arm, deshalb bereitete die Frau des Königs für alle die Speisen. Ihr fiel auf, dass die Brote, die sie für Perdikkas backte, doppelt so groß waren wie alle anderen. Als sie dies ihrem Gatten berichtete bat er die Brüder seinen Hof zu verlassen.Die Brüder fragten nach ihrem Lohn. In diesem Augenblick brach die Sonne durch den Kamin herein und der König sagte: "Ihr könnt euch die Sonne als euren Lohn nehmen". Die beiden Brüder Gavanis und Aeropos waren sprachlos, aber der jüngste Bruder Perdikkas sagte: "Wir nehmen an, oh König!", und er schnitt mit seinem Messer dreimal im Kreis, als ob er die Sonne ausschneiden würde, packte sie in seinen Rucksack und brach mit seinen Gefährten auf.

Als der König sah was der Junge tat befahl er seinen Wachen sie zu verfolgen, aber ein plötzliches Unwetter ließ einen Fluss ansteigen und verhinderte so die Verhaftung der drei Brüder. Perdikkas unterwarf ab den Vermio Gebirge ganz Makedonien und wurde der erste dorische König von Makedonien. Der Name Argeaden stammt von Argos, dem Herkunftsort des dorischen Stammes der Timeniden. Dieser Punkt wird interessant, wenn man ihn mit der Beziehung zwischen Herakles und Eurystheas, einem anderen ungerechten Herrscher, vergleicht, aber noch umfassender mit der Überzeugung der Dorier, also auch der Makedonen, von Herakles abzustammen, denn Timenos war der Sohn von Herakles. In der Grabstätte von Vergina hat man auch eine goldene Plakette mit dem Knüppel des Herakles darauf gefunden. Sie war wohl ein Schmuckstück an der königlichen Rüstung.

Sobald Perdikkas um ca. 700 v.Chr. die Sonne in seinen Rucksack gepackt hatte, sah er sie als sein rechtmäßiges Erbe und ständiges persönliches Eigentum an, dass er an seine königlichen Nachfahren vereben konnte. So war es nur verständlich, dass diese sie in der Makedonischen Mythologie erhielten und zum offiziellen Emblem ihrer Dynastie machten. Deshalb wird der Verginastern oder die Verginasonne von vielen Forschern als wahrscheinlicheres Symbol der Argeaden angesehn.

Trotz Zweifeln, die immer noch innerhalb der akedemischen Gemeinde existieren, gibt es immer mehr Hinweise und Beweise, die zu belegen scheinen, dass die Verginasonne ein königliches Emblem war. Die Theorie, dass die sechzehnstralige Verginasonne das "vermeintliche Emblem der Makedonen" ist, ist nicht mit den folgenen Punkten in Einklang zu bringen: