Als ich mir dieses Thema aussuchte, hatte ich noch keinen blassen Schimmer wie schwer es ist, darüber etwas mehr an Information zu finden. In den meisten Büchern und Artikeln steht fast immer das Gleiche und das ist nicht viel. Es gibt allerdings ein sehr empfehlenswertes Buch von Anastasia Pekridou-Gorecki „Mode im antiken Griechenland“, falls sich jemand damit näher beschäftigen möchte. Ich versuche hier kurz das wesentliche zusammenzufassen für unsere Zwecke, ich denke mal das keiner da eine große Bauanleitung benötigt.
Der Chiton – die ursprüngliche Wortbildung kommt aus dem semitischen, man bezeichnete damit sinngemäß Kleider aus Leinen.
Der dorische Chiton (auch Chlaina genannt) soll an der linken Körperseite geschlossen gewesen sein. Auf der rechten Seite wahrscheinlich wurde er von Gürtel abwärts zugenäht. Die jeweiligen Schulterteile wurden mit Nadeln/Fibeln zusammengehalten.
Als Exomis wird ein kurzes Chiton bezeichnet, dass eine Schulter freilässt und auf der anderen mit einer Nadel zusammengehalten wird (nicht genäht). Dies wurde auch so von Soldaten, Arbeitern und Sklaven getragen. Ich schätze es ist eine Tragweise des dorischen Chitons.


Abbildungen von Soldaten, die ein Exomis tragen
Der ionische Chiton wiederum ist eigentlich nichts anderes als ein "Sackgewand" mit Öffnungen für Kopf und Arme. Es gab 2 Varianten, einmal der relativ weit getragene, dabei entstand fälschlicherweise der Eindruck, dass es Ärmel hatte. Eigentlich ist es nur der „überlappende“ Stoff an den Schultern. Und einmal der enger getragene Chiton.


Schnittmuster und Abbildung eines ionischen Chiton
Der Chlamys bestand ebenfalls aus einem rechteckigen Stück Stoff, dieses wurde über die linke Schulter geworfen und auf der rechten mit einer Fibel/Spange festgehalten. Somit war der "Schwertarm" nicht vom Mantel bedeckt. Der Ursprung dieses Mantels soll in Makedonien und Thessalien liegen, getragen wurden sie in der ganzen hellenischen Welt. Hier geben die Quellen Wolle als Material an, Verziehrungen sollen in der Art wie beim Chiton gewesen sein.







