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Griechische Männerbekleidung zur militärischen Darstellung

ChlamysChlamysChlamys
Der Chlamys

Chlamys
Ein Leichtbewaffneter mit Chlamys

Materialen und Zubehör

Die Kleidungsstücke sollen aus Schafswolle (der man die größte Bedeutung zuspricht) oder aus zu Leinen verarbeiteter Flachs gefertigt sein, ebenso sind Materialien bekannt wie Hanf, Baumwolle (obwohl hier nicht viel näheres bekannt ist), Tierhaare und Seidenarten (letzter Luxusartikel wurde allerdings nur in Fürstengräbern entdeckt und kann getrost für die militärische Darstellung ausgeschlossen werden). Das selbe gilt für exotische Materialien wie Asbest und Amianth. Bunt gefärbte Stoffe, z.B. violett, wurden aus der Ilexschildlaus gewonnen (wer soweit gehen will). Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass es am Geldbeutel des Trägers lag, ob und wie sein Chiton gefärbt und geschmückt war.

Als Gürtelmaterial nimmt man am besten  Stoff, Leder oder einen passenden Hanfstrick. Aus verschiedenen Quellen kann man davon ausgehen, dass ein Chiton bedruckt, bemalt (soll seltener gewesen sein), bestickt oder bereits gewebte Muster enthielt. Die rechteckigen/viereckigen Stoffteile sollen nicht gesäumt gewesen sein.

Nicht nur Fibeln, sondern auch Nadeln wurden für die Kleidungsstücke genutzt und noch ein paar „Muster“ für Verziehrungen.

FibelnMuster
Funde von Fibeln und Muster für Verzierungen

Zum Schluss möchte ich noch darauf hinweisen, dass dieser Bericht kein historischer Artikel sein soll, vielmehr möchte ich für die militärische Darstellung Möglichkeiten für uns aufzeigen. Aus diesem Grund lasse ich auch Kleidungstücke wie ein Himation oder ein langes Chiton weg.

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Als ich mir dieses Thema aussuchte, hatte ich noch keinen blassen Schimmer wie schwer es ist, darüber etwas mehr an Information zu finden. In den meisten Büchern und Artikeln steht fast immer das Gleiche und das ist nicht viel. Es gibt allerdings ein sehr empfehlenswertes Buch von Anastasia Pekridou-Gorecki „Mode im antiken Griechenland“, falls sich jemand damit näher beschäftigen möchte. Ich versuche hier kurz das wesentliche zusammenzufassen für unsere Zwecke, ich denke mal das keiner da eine große Bauanleitung benötigt.

Der Chiton – die ursprüngliche Wortbildung kommt aus dem semitischen, man bezeichnete damit sinngemäß Kleider aus Leinen.

Der dorische Chiton (auch Chlaina genannt) soll an der linken Körperseite geschlossen gewesen sein. Auf der rechten Seite wahrscheinlich wurde er von Gürtel abwärts zugenäht. Die jeweiligen Schulterteile wurden mit Nadeln/Fibeln zusammengehalten.

Als Exomis wird ein kurzes Chiton bezeichnet, dass eine Schulter freilässt und auf der anderen mit einer Nadel zusammengehalten wird (nicht genäht). Dies wurde auch so von Soldaten, Arbeitern und Sklaven getragen. Ich schätze es ist eine Tragweise des dorischen Chitons.


Abbildungen von Soldaten, die ein Exomis tragen

Der ionische Chiton wiederum ist eigentlich nichts anderes als ein "Sackgewand" mit Öffnungen für Kopf und Arme. Es gab 2 Varianten, einmal der relativ weit getragene, dabei entstand fälschlicherweise der Eindruck, dass es Ärmel hatte. Eigentlich ist es nur der „überlappende“ Stoff an den Schultern. Und einmal der enger getragene Chiton.


Schnittmuster und Abbildung eines ionischen Chiton

Der Chlamys bestand ebenfalls aus einem rechteckigen Stück Stoff, dieses wurde über die linke Schulter geworfen und auf der rechten mit einer Fibel/Spange festgehalten. Somit war der "Schwertarm" nicht vom Mantel bedeckt. Der Ursprung dieses Mantels soll in Makedonien und Thessalien liegen, getragen wurden sie in der ganzen hellenischen Welt. Hier geben die Quellen Wolle als Material an, Verziehrungen sollen in der Art wie beim Chiton gewesen sein.