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Die makedonische Infanterie im 4. Jh. v.Chr.

Funde aus Vergina
Funde aus dem sog. Grab Philip II in Vergina

Als Schwert wurde die Kopis oder das mit gerader Klinge sogenannte Xiphos genutzt.

Verschiedene Schwertformen
Kopis (oben) und zwei unterschiedliche Xiphoi

Die Hypaspisten

Die Hypaspisten waren eine Eliteeinheit mit aristokratischer Herkunft. Sie waren wesentlich mobiler als die Pezhetairoi und galten als Bindeglied zwischen Phalanx und Reiterei (Hetairoi). Ihre Ausrüstung ähnelt eher dem klassischen Hopliten als den Pezhetairoi. Sprich ca. 2,50 mtr. langes Dori (Speer) und Aspis (Schild).

Psiloi

Psiloi waren leichtbewaffnete Infanterie, man unterscheidet zwischen Akontisten (Speerwerfer), Sphendoneten (Schleuderer) und Toxotai (Bogenschützen). Die Mehrzahl der Leichtbewaffneten wurden von Balkanstämmen, wie Thraker, Agrianer, Triballer und Illyrer gestellt.

Makedonische Soldaten auf dem alexander Sarkopharg
Soldaten auf dem Alexander Sarkopharg

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Kallimachos

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Grabmalereien von bei Agios Athanasios
Grabmalereien von Agios Athanasios

Die Pezhetairoi

Die Pezhetairoi, bzw. Phalangiten bildeten den Großteil des makedonischen Heeres. Ihre Ausrüstung beinhaltet Beinschienen, verschiedene Helmtypen, wie z.B. des phrygischen, attischen, thrakischen, oder chalkidischen Helmes. Als Körperschutz war ein Linothorax, kompletter Brustpanzer oder nur die Vorderseite eines Brustpanzers möglich, der auf dem Rücken mit Lederbändern gehalten wurde. Auch wird mitunter spekuliert, dass nur die vorderen Reihen der Phalangiten gepanzert waren.

Chalkidischer HelmPhrygischer Helm
Ein chalkidischer (li.) und ein phrygischer Helm (re.)

Die Bewaffnung der Pezhetairoi bestand aus einen ca. 60 cm durchmessenden Schild, welches konkav gewölbt war. Der Schild wurde im Zentrum mit einem Unterarmgriff (Porpax) gehalten und mittels eines Lederbandes über den Nacken des Trägers leicht gesteuert. Dies hatte den Vorteil, dass der Pezhetairos beide Hände frei hatte um die Sarissa zu benutzen.

Der Schild war, ähnlich wie beim Aspis des Hopliten, aus Holz, innen mit Leder ausgelegt und an der Außenseite mit einem Bronzeüberzug versehen. Schildverziehrungen, wie der Stern von Makedonien oder ähnliches waren wohl eher auf Schmuckschilde zu finden gewesen zu sein.

Grabmalerei aus Lyson und Kallikles
Grabmalerei aus dem Grab von Lyson und Kallikles

Laut Theophrast war die Sarissa im 4. Jh. v. Chr. 12 Ellen lang, Paradewaffen waren z.T. noch länger). Das entspricht ca. 5,5 Meter. Durch die Funde von Vergina geht man davon aus, dass die Sarissa zweiteilig war. Außer der ca. 51 cm langen Spitze und dem 44,5 cm langen Speerfuss hat man noch ca. 17 cm lange Mittelstücke gefunden. Man geht davon aus, das die Sarissa während eines längeren Marsches „geteilt“ wurde und vor dem Kampf zusammen gesetzt wurde. Die Sarissastangen sollen aus dem Holz der Kornelkirsche gefertigt worden sein.