Der Porpax (Schildfessel) dient zum Tragen das Aspis (Hopliten-Schild). Er wird unterstützt durch einen Griff, der aber eher zum Steuern des Schildes als zum Tragen seines Gewichtes dient. Aus diesem Grund ist der Porpax im Zentrum (aber nicht exakt mittig) und der Griff innerhalb des Randes der Schüssel angebracht, als die man sich einen Aspis vorstellen kann.
Form auswählen
Es existieren Funde von vielen verschiedenen Formen von Schildfesseln. Der hier beschriebene ist einer der einfachsten und bietet sehr wahrscheinlich auch den höchsten Tragekomfort. Der erste Schritt bei der Herstellung besteht auf alle Fälle darin, sich für ein Muster zu entscheiden.
Armumfang messen
Damit der Porpax seine Aufgabe erfüllen kann, sollte er auf den Arm seines Trägers passen! Dazu sollte der größte Umfang des Unterarms unterhalb des Ellenbogens gemessen werden, also die Stelle an der er später sitzen wird, am besten bei eingenommer Tragestellung des Arms.
Schablone produzieren
Der nächste Schritt besteht darin, sich eine einfach Schablone basierend auf dem gewählten Muster und den gemessenen Daten anzufertigen. Diese dient dazu, das Zuschneiden des Blechs zu erleichtern. Siehe hierzu auch das folgende Schema zur Verdeutlichung.

Schablone und Blech
Blech nach Schablone schneiden
Als nächstes wird das Blech (hier verwendet: 2mm starkes Messingblech) gemäß der Schablone zugeschnitten. Dazu verwendet wurde eine Blechschere, eine Laubsäge (in Ermangelung einer Hebelschere) und diverse Feilen.
Blech biegen (trapezförmige Enden)
Wichtig hierbei ist das Weichglühen des Blechs an den Stellen der beiden Knicke, damit es nicht reißt. Danach wird mit einem Hammer, in meinem Fall mit einem Kunststoffhammer um bleibende Macken zu vermeiden, das Blech an der gewünschten Stelle über eine Kante gehämmert, bis es ungefähr einen rechten Wickel bildet.
Auf dem Bild kann man die Verfärbung des Blechs vom Weichglühen sehen.


Verfärbungen des Blechs vom Weichglühen
Blech biegen (Rundung)
Nun kommt der interessante Teil, das Biegen der eigentlichen Rundung des Porpax. Am einfachsten ist auch dies über eine Form, in diesem Fall über ein Stück dicken Astes, der einen ähnlichen Durchmesser wie der gewünschte des Porpax besitzt.
Dazu wurde das Blech auf der Bohle in einen Spanntisch eingespannt und vom Spanntisch ausgehend in mehreren Schritten um die Bohle gehämmert. Auch hier habe ich wieder den Kunststoffhammer eingesetzt. Die Rundung muss zu diesem Zeitpunkt noch nicht perfekt sein, da sich durch den nächsten Arbeitschritt die Rundung wieder etwas zurückbiegt.

Das nötige Werkzeug




Fertig!
